2012 - NOVEMBER-DEZEMBER

Willkommen zum EBU-Newsletter.

Der EBU-Newsletter erscheint im Zweimonatsturnus auf Englisch, Französisch, Detsch und Spanisch. Er wird dank finanzieller Unterstützung der GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit der Europäischen Kommission produziert und übersetzt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Kommentare und Anregungen sind jederzeit willkommen. Auch möchten wir die Gelegenheit wahrnehmen, all unseren Lesern ein frohes und erfolgreiches neues Jahr 2013 zu wünschen.

EU update

EU-Richtlinie zum öffentlichen Auftragswesen

2012 hat die EBU eng mit dem Europäischen Parlament zusammengearbeitet, um einen wichtigen Zusatz zum Entwurf für die EU-Richtlinie über das öffentliche Auftragswesen vorzubringen.

Neues zu den Verhandlungen mit der WIPO

Die Mitgliedsstaaten der WIPO trafen sich vom 17. bis 19. Oktober und im Anschluss vom 19. bis 23. November in Genf, um den Text des Vertragsentwurfs zu verbessern.
Vertreter der europäischen Blindenunion und der Weltblindenunion nahmen an diesen Treffen teil und standen den Delegierten der Mitgliedsstaaten beratend zur Seite. Natürlich fand und findet ein Großteil unserer Arbeit zu diesem Thema zwischen den formelleren Treffen statt.
Highlight unserer Arbeit der vergangenen Monate ist, dass die Verhandlungspartner der EU sich endlich zur Unterstützung eines verbindlichen Vertrags mit der WIPO entschieden haben.

Schnappschuss

Start des europäischen VISAL-Projekts!

Das VISAL-Projekt (aktives Lernen für blinde und sehbehinderte Senioren) entwickelt ein informelles Trainingsmodul, das auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Senioren zugeschnitten ist, für die es ohnehin nur begrenzte und schlecht angepasste Trainingsprogramme gibt.

Aus den Ländern

Estland –Tag des weißen Stockes

Die nationale Dachorganisation, der Estnische Blindenverband, feierte den Tag des weißen Stockes mit einer Veranstaltung für die Vertreter der jeweiligen regionalen Organisation und die Öffentlichkeit.

Großbritannien - Der Umkipppunkt Bericht über die Auswirkungen von Sozialkürzungen in Großbritannien.

Ein neuer Bericht mit dem Titel “The Tipping Point” (Umkipppunkt), der vom RNIB mitverfasst wurde, wurde am 22. Oktober 2012 veröffentlicht.

Norwegen - Das Projektseminar des NABP 2012 in Kambodscha

Jedes Jahr hält der Norwegische Blinden- und Sehbehindertenverband (NABP) ein Projektseminar mit seinen Partnerorganisationen ab. Dieses Jahr fand das Seminar in Phnom Penh, Kambodscha, statt und Konzentrierte sich auf Nachhaltigkeit und damit einhergehende Themen wie Kampagnen und Mitbestimmung sowie Aktivitäten, durch die für Organisationen Gelder gesammelt werden können. Wie können die Partnerorganisationen des NABP stärker werden und Einfluss nehmen? Bei welchen Aktivitäten, die Geld einbringen, können Blindenorganisationen erfolg haben? Wie können diese Aktivitäten den Organisationen dabei helfen, nachhaltig zu werden? Das waren nur einige der Fragen, die während des viertägigen Seminars im Oktober aufkamen.

Österreich - Blinde und Sehbehinderte fordern niedrigere Rundfunkgebühren

In Österreich fordern Blinde und Sehbehinderte eine drastische Ermäßigung der Rundfunkgebühren, da nur ein Bruchteil des landesweiten, öffentlichrechtlichen Fernsehangebots für Sehbehinderte Menschen barrierefrei ist. Menschen mit niedrigem Einkommen sollten auch weiterhin vollständig von der Gebühr befreit werden.

Veröffentlichungen

BANA führt Unified English Braille (UEB) in den USA ein

Am 2. November 2012 schlug die Braille Authority of North America (BANA) einen neuen Kurs für Braille in den USA ein, als sie Unified English Braille (UEB) eingeführt hatte. Der Antrag, der mit entschiedener Mehrheit angenommen wurde, legt fest, dass UEB zu gegebener Zeit den jetzigen Standard, English Braille American Edition, ablösen wird und der Nemeth Code für Mathematik und Wissenschaft erhalten bleibt.

Special

Auswirkungen der Finanzkrise auf die Mitgliederorganisationen der EBU

Die Finanzkrise hat Europa nun schon drei Jahre im Griff. Von öffentlichen Schuldenlasten und in Not geratenen Banken befinden sich Länder wie Griechenland, Spanien und Irland in einer Rezession, während andere wie Deutschland die Schockwellen der Krise bis jetzt erstaunlich gut abwehren konnten. Für Blinden- und Sehbehindertenorganisationen besteht mehr Grund zur Sorge denn je. In vielen Ländern wurden Sparmaßnahmen eingeführt, durch die viele NGOs nur sehr schwer ihre Servicequalität aufrechterhalten können. Auch für die Europäische Blindenunion besteht Grund zur Sorge. Den Mitgliederländern fällt es zunehmend schwerer, sich die Ausgaben für eine aktive Teilhabe an Aktionen zu leisten, die mit der Europäischen Blindenunion verbunden sind. Was sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf Behindertenfragen? Welche Auswirkungen für Behinderte hat sie auf Zuschüsse und den Arbeitsmarkt?