2013 - NOVEMBER-DEZEMBER

Willkommen zum EBU-Newsletter.

Der EBU-Newsletter erscheint im Zweimonatsturnus auf Englisch, Französisch, Detsch und Spanisch. Er wird dank finanzieller Unterstützung der GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit der Europäischen Kommission produziert und übersetzt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Kommentare und Anregungen sind jederzeit willkommen.

EU update

Richtlinie über die Barrierefreiheit öffentlicher Webseiten

Die EBU hat vor der Abstimmung am 28. November über Änderungen an der Richtlinie eng mit Europaabgeordneten des IMCO zusammengearbeitet. Wir konnten sicherstellen, dass bei wichtigen Kompromissänderungen, die in den Tagen vor der Abstimmung eingebracht wurden, unsere größten Bedenken mitberücksichtigt wurden.

Schnappschuss

eVADER – EBU nahm am ersten Workshop in Barcelona vom 21. November 2013 teil.

Am 21. November hielt IDIADA, Koordinator des eVADER-Projekts, auf seinem Gelände den ersten eVADER Workshop ab. Das eVADER-Forschungsprojekt, das durch die Europäische Kommission finanziell unterstützt wird, dient der EU als Vorzeigeprojekt bei der Erforschung von Geräuschen in und außerhalb von Elektroautos zu ihrem sicheren Betrieb.

VISAL update Nr. zwei – der Stand der Dinge auf halbem Wege

Ziel des VISAL-Projekts,
das von der EBU koordiniert und von der GD Bildung, Audiovisuelles und Kultur
der Europäischen Kommission finanziert wird, ist die Erstellung eines
informellen Trainingsmodells, das die Bedürfnisse Blinder und Sehbehinderter Senioren
berücksichtigt. Dadurch sollen sie angeregt werden, eine aktivere Rolle in der
Gesellschaft einzunehmen, je nachdem, über welches Maß an Fähigkeiten und
Selbstvertrauen sie verfügen, um so ein aufkommendes Gefühl von Isolation zu mildern.

Aus den Ländern

Die Niederlande - Lehrstuhl “visuelle Informationsverarbeitung”

Kurzem hat Royal Dutch Visio den Lehrstuhl “visuelle Informationsverarbeitung” an der Erasmus-Universität Rotterdam (ErasmusMC) eingeweiht.

Israel - Dr. Zohar Ginio

Am 16. November wurde Dr. Zohar Ginio, seit ihrer Gründung Vorsitzender der Non-Profit-Organisation ALEH und Mitglied der Kommission des Blindenzentrums ISRAEL, der erste Preis des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs und der Ausstellung für zeitgenössische Kunst Blinder und Sehbehinderter verliehen. Die Ausstellung wurde von ArtSenses 2013 in Grosseto in der Toskana durchgeführt.

Polen - Telefonische Hotline für medizinische Produkte

Seit dem 1. Januar 2010 steht in Polen eine Hotline mit einem Audiomodus zur Verfügung, der Beipackzettel für Blinde und Sehbehinderte zugänglich macht. Sie wurde von MEDsynC ins Leben gerufen, die auch für den weiteren Ausbau verantwortlich sind.

Veröffentlichungen

Nachruf auf EBU-EHRENMITGLIED ARVO KARVINEN

Arvo Karvinen, pensionierter Generalsekretär des Finnischen Blinden- und Sehbehindertenbunds (FFVI) und eine international im Blinden- und Sehbehindertenwesen bekannte und geschätzte Person ist tot. Er starb am 6. Oktober 2013 im Kampf gegen eine schwere Krankheit. Er hinterlässt seine Frau Eila und seine zwei Söhne, und seine finnischen Freunde sowie Freunde aus aller Welt werden sich immer an ihn erinnern und ihn vermissen.

Leiter des Irischen Blinden- und Sehbehindertenverbands zieht sich in die Dichtkunst zurück

Diese Woche
wurde der erste Gedichtband von Des Kenny, Leiter des NCBI, dem Irischen
Blinden- und Sehbehindertenverband, "My Sense of Blind and Other Collected
Poems" vorgestellt.  Die Vorstellung wurde im Writers Centre in
Dublin von Micheal O'Muircheartaigh, Moderator im Ruhestand, unterstützt, der
zusammen mit Des Kenny eine Vielzahl von Gedichten aus dem insgesamt 40 Gedichte
umfassenden Werk vortrug.

Special

Die heimliche Mehrheit

Vor zehn Jahren rief die EBU eine Arbeitsgruppe für Rehabilitation, berufliche Bildung und Beschäftigung ins Leben. Die Arbeitsgruppe wertete Daten aus, die von der EBU gesammelt worden waren und stellte dabei fest, dass blinde und sehbehinderte Menschen in einer Vielzahl von Berufsfeldern tätig sind. Jedoch kam zugleich dabei heraus, dass zwischen 40 bis 80 Prozent der Blinden und Sehbehinderten in vielen Mitgliedsstaaten arbeitslos waren. Die Arbeitsgruppe interessierte sich zunehmend für die Frage nach dem arbeitsfähigen Alter blinder und sehbehinderter Menschen. Also gab die EBU verschiedene Studien in Auftrag, die von PROGRESS, dem EU-Programm für Beschäftigung und soziale Solidarität und dem Royal National Institute of Blind People (RNIB) unterstützt wurden.
Die Arbeit bestand in den vergangenen fünf Jahren unter anderem daraus, einen Überblick über die Situation Blinder und Sehbehinderter im arbeitsfähigen Alter aus sieben verschiedenen europäischen Ländern zu erstellen. Eine Serie unter dem Titel “Die heimliche Mehrheit” beschreibt die Ergebnisse.